Eine wundervolle Verbindung:
PLM und CAD

Alle Daten des Produktlebenszyklus‘ effizient steuern und verwalten: Das versprechen Lösungen rund um das Product Lifecycle Management (PLM). Idealerweise sind alle beteiligten Parteien mit einbezogen – Produktentwicklung, Fertigung und Service profitieren von einem „Single Point of truth“, an dem alle produktrelevanten Informationen zentral hinterlegt sind. Die Folge ist eine erhöhte Flexibilität der Prozesse. So kann ein Unternehmen schneller auf veränderte Märkte reagieren, innovative Ideen besser umsetzen und sich auf die Zukunft der Industrie 4.0 vorbereiten. Ein Beispiel ist die durchgängige Nutzung von CAD-Daten – bis hin zur 3D-Montageanleitung.

Wer wünscht sich nicht, dass alle Produktionsdaten unternehmensweit zur Verfügung stehen? Gerade bei komplexen Produktionen kommt eine ganze Reihe verschiedener Software-Tools zur Anwendung. Deshalb ist ein häufiges Problem im Collaborative Engineering der Austausch zwischen den unterschiedlichen Autorensystemen und der Abgleich mit der Produktdatenbank. Zudem bilden die CAD-Daten der Konstruktion zwar die Grundlage für Prozesse weiterführender Arbeitsbereiche (Fertigung, Service), aber auch hier geschieht der Austausch meist über zeit- und arbeitsaufwändige Schnittstellenlösungen.

Integrationsplattformen führen Produktdaten zusammen

An dieser Stelle kommen Integrationsplattformen ins Spiel: Sie ermöglichen das ganzheitliche Zusammenführen sämtlicher Produktdaten aus den unterschiedlichen Autorensystemen – wie beispielsweise MCAD-, ECAD- und Viewing-Systemen bis zu Office-Software – und machen sie unternehmensweit verfügbar. Die Konstruktions- und Entwicklungsteams arbeiten weiterhin in gewohnter Umgebung und können sich darauf verlassen, dass ihre lokal erzeugten Daten sicher und strukturiert verwaltet werden. Gleichzeitig sind die Daten für die Prozesse des gesamten Unternehmens verfügbar.

Durch die Vernetzung der Konstruktionsdaten mit den Materialstammdaten, den Stücklisten sowie den Einzelkomponenten und ihren Beziehungen untereinander entfällt die Notwendigkeit für ein separates PDM (Product Management System). Da die 3D-Daten direkt im ERP vorliegen, lassen sich Szenarien entwickeln, in denen die Planung Hand in Hand mit der Fertigung zusammenarbeitet. Neue Tools ermöglichen eine visuelle Umsetzung der Konstruktions- in die Fertigungsstückliste, inklusive Komponentenzuordnung und Bearbeitung des Arbeitsplans. Die Modellierung der jeweiligen Prozesse lässt sich komfortabel per Drag & Drop realisieren und basiert dabei stets auf den „realen“ Daten, die zentral im ERP hinterlegt sind.

Aus CAD-Daten werden 3D-Modelle

Bei der eigentlichen Produktion und Montage werden heutzutage vielerorts die Fertigungs- und Montageanweisungen umständlich in schriftliche Anweisungen gefasst oder kompliziert und fehleranfällig an abgekoppelte Steuersysteme übergeben, mit denen Fertigung und Montage dann exklusiv weiterarbeiten. Moderne IT-Lösungen können die nativen CAD-Daten in direkten Bezug zum Materialstamm stellen und auf diese Weise komplette Montageanleitungen inklusive der jeweiligen Artikelinformationen erzeugen.Aktuelle Add-ons visualisieren 3D-Modelle aus PLM-System den Werkern in der Produktion ‑ als Anleitung für die Montage direkt am Arbeitsplatz. So müssen die Mitarbeiter nicht mehr auf Papier gedruckte statische Anleitungen studieren, sondern können auf dem Touchscreen anschaulich die Fertigungsschritte nachvollziehen. Die Werker fertigen in Zukunft mehr und unterschiedlichere Varianten eines Standardproduktes. 3D-Lösungen unterstützen sie dabei mit Video-Sequenzen, CAD-Modellen und Texten, die auf die Touchscreens mit direkter Verlinkung in die IT-Systeme geliefert werden. Dadurch erreicht die Produktion eine neue Ebene: Auf dem Monitor sehen die Werker nicht nur die Abläufe, sondern auch die Produktstruktur. Beides geht Hand in Hand – um die Abläufe besser zu verstehen, zerlegen sie mit wenigen Klicks das 3D-Modell in seine Komponenten. Sie drehen die Werketeile, sie zoomen in die Komponenten und lesen Zusatzinformationen, etwa welches Werkzeug sie für welchen Handgriff benötigen oder wie das fertige Produkt zu verpacken ist.Über den Rückkanal schickt der Werker nach jedem Arbeitsschritt eine Meldung an das ERP. Dort wird die Montagezeit gespeichert und gebucht. 3D-Lösungen können auch den Prozess des Qualitätsmanagements wesentlich vereinfachen, denn schadhafte Teile lassen sich direkt an das QM melden. Hier stößt das System Prozesse an, die die Ursachen für Qualitätsmängel herausfinden und beheben. Schon durch diese pragmatische Digitalisierung im QM-Prozess lassen sich Einsparungen berechnen.

In den kommenden Wochen möchten wir Sie mit den wichtigsten Bausteinen der vernetzten Fertigung vertraut machen. Wenn Sie bereits heute weitere Informationen benötigen, nehmen Sie jederzeit Kontakt mit uns auf.


Florian Sackmann
Industry Manager
itelligence AG
it-produktion@itelligence-group.de


Zurück zur Startseite

Erfahren Sie mehr

Ansprechpartner

Florian Sackmann
Industry Manager
itelligence AG

Telefon:
+49 800 480800-7


Kontaktformular